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10 Jahre Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“

Im September 2007 konnten die ersten Kinder ins Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ aufgenommen werden. Seitdem hat sich die Einrichtung beständig weiterentwickelt. Das ist in erster Linie den hervorragenden Mitarbeitenden zu verdanken, nicht zuletzt aber auch der vielfältigen Unterstützung von Mitarbeitenden und Förderern unseres Bundes und anderer Partner. Das feierten wir am Freitag, 29. September 2017 mit den betroffenen Familien und vielen Gästen. Sehr dankbar sind wir für die außerordentlich gute Partnerschaft mit der Stadt Gotse Delchev.

Bulgarisches Video zum 10jährigen Jahresfest von Zeichen der Liebe

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Bundesjugendprojekt: Transporter für "Zeichen der Liebe"

Bundesjugendprojekt ermöglicht einen Transporter für das Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ Seit 2013 ist Förderprojekt der Bundesjugendarbeit. Mit dem Bundesjugendtreffen 2015 wurde das Bundesjugendprojekt bis 2018 verlängert. Nun konnte die Auslandshilfe mit Hilfe der Spenden aus der Bundesjugendarbeit einen gebrauchten 9-Sitzer VW-Transporter mit Hebebühne für das Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ erwerben. Dieses Fahrzeug wird eine große Erleichterung beim Transport der Tagesbewohner sein. Sie werden täglich aus den Dörfern der Region abgeholt und wieder zurück gebracht.

Danke an alle Jugendkreise unserer Gemeinden, die das Bundesjugendprojekt unterstützen.


Projektwoche bei „Zeichen der Liebe“, Gotse Delchev

Diakonie - aus Liebe zum Menschen – so haben Mitarbeiter der Lobetalarbeit e.V. ihren Bericht zur Projektwoche im Tagesförderzentrum „Zeichen der Liebe“ in Gotse Delchev, Bulgarien überschrieben

(Okt. 2014) Seit sieben Jahren bestehen eine Partnerschaft zwischen „Zeichen der Liebe“ und der Lobetalarbeit e.V. in Celle. Es sind keine Hilfsmittel oder Spenden, die in Gotse Delchev ankommen. Es ist in erster Linie die Arbeit mit behinderten Menschen, die die Mitarbeiter mit dem Zentrum und den engagierten Kollegen vor Ort in der konkreten Aufbauarbeit verbindet. Vor einigen Jahren noch lebten Menschen mit Behinderungen versteckt in Hinterhöfen. Als das Tagesförderzentrum mit Hilfe der Freien evangelischen Gemeinden und dem Projekt „Kinder helfen Kindern“ gebaut wurde, war die Spendenbereitschaft groß. Auch gutes Personal konnte schnell gefunden werden. Jedoch fehlte noch das Know-how, mehrfach behinderte Kinder zu fördern und nicht nur zu betreuen.

Am Beginn der Partnerschaft kannten die Mitarbeiter in Gotse Delchev die folkloristische Tradition mit ihren Tänzen und bunten Kostümen, die bei allen Festen und Feiern zum Einsatz kamen. Es fehlte aber die Würdigung des einzelnen behinderten Menschen. Er kam mit seinen besonderen Gaben nicht zur Geltung. Es wirkte befremdlich, dass die Behinderung mit einer schönen Tracht vertuscht wurde.

Durch die Arbeit mit Orffschen Instrumenten entdeckten Mitarbeiter und Kinder ihre eigenen Fähigkeiten. Inzwischen ist es normal, dass mit Glockenspiel, Trommeln, Schellenkränzen usw. musiziert wird. Eigene Klanggeschichten entstehen. Kostüme oder Trachten treten eher in den Hintergrund. Dieser Bereich wurde auch in diesem Jahr während der Projektwoche von dem Musikpädagogen Peter Schulze geschult. Der Sportlehrer Hans-Joachim Jacobs arbeitet eng mit den Krankengymnasten zusammen. Mit psychomotorischen Übungen und Bewegungen entwickeln die Kinder einen Bezug zu ihrem Körper und den einzelnen Körperteilen. Das Sprungtuch, das große Trampolin oder Reifen werden eingesetzt. Oft wird Psychomotorik mit Liedern und Kreisspielen kombiniert.

Vor zwei Jahren wurde im Förderzentrum „Zeichen der Liebe“ eine Tagesstruktur gegründet. Hiermit ist ein großer Schritt in Richtung Inklusion getan. Die jungen Erwachsenen können nach Beendigung der Schulpflicht weiter gefördert werden.

Die Gärtnerin und Floristin Karin Mickoleit hat bei der diesjährigen Projektwoche Schlüsselanhänger aus Holz und bedruckte Taschen mit dem Logo von „Zeichen der Liebe“ mit den Betreuten und den Mitarbeitern angefertigt. Diese finden einen reißenden Absatz. In den Gewächshäusern werden Tomaten und Gurken angepflanzt und in der Saison bis zu 70 kg täglich vermarktet, auch an die örtlichen Restaurants. Es ist gute Bio-Ware, die gerne genommen wird.

Renate Pannen, die ihren Mann, den Projektleiter Johannes Pannen bereits seit Beginn unterstützt, schulte Seidenmalerei und Servietten-Technik. Durch die jahrelangen Beziehungen ist ein Miteinander gewachsen, die sprachlichen Barrieren werden durch das gemeinsame Tun überwunden. Ein A-Moll-Akkord auf der Gitarre ist einheitlich auf der ganzen Welt. Hübsche Schlüsselanhänger finden überall einen guten Absatz.

Inklusion findet auf verschiedenen Ebenen statt. Zunächst ist es die Stärkung des Selbstwertgefühls jedes einzelnen. Danach geht der Blick nach außen, in die Gesellschaft. Auch im „Zeichen der Liebe“ geht Inklusion nur schrittweise voran. Beim Tag der offenen Tür zum Abschluss der Projektwoche interessierten sich Schulklassen und ein Leiter einer Grundschule für die Arbeit. Hier wird eine Zusammenarbeit angebahnt. In diesem Jahr wurde wieder eine CD mit Kinderliedern erstellt und kann nun an Kindergärten und Schulen verschenkt werden. Auf diese Weise ist das Begrüßungslied “Guten Morgen in diesem Haus“ auf Bulgarisch gesungen nun ein Multiplikator.

Der Tag während der Projektwoche beginnt mit einem kurzen Briefing der verschiedenen Teams untereinander. Er endet mit einem Abschlusskreis. Alle Mitarbeiter, Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen kommen um 15:30 Uhr zusammen. Einige Lieder werden gesungen und als Schlusslied erklingt jeden Tag das Segenslied von Rolf Krenzer “Gottes Segen sei mit dir“. Das fröhliche Singen und Tanzen soll allen Betreuten vor der Fahrt in ihre Dörfer oder in die Stadt ein gutes Gefühl vermitteln und sie mit Freude im Herzen verabschieden.


Ehrenbürgerschaft

Am Freitag, den 09.05.2014 wurde die Ehrenbürgerschaft der Stadt Gotse Delchev an Dieter Happel und Friedhelm Loh verliehen. Im Rahmen einer feierlichen Übergabe im städtischen Museum, einem anschließenden Rundgang durch den neu gestalteten Stadtpark und einem  festlichem Abendprogramm wurde den neuen Ehrenbürgern die große Dankbarkeit der Stadt und ihrer Bewohner zum Ausdruck gebracht. Der Bürgermeister skizzierte einige Stationen aus dem Leben der beiden Titelträger und beschrieb ihr Engagement und ihre Großzügigkeit, den Menschen in Gotse Delchev nachhaltig zu helfen, wo die Not durch Krankheit und Behinderung groß war.

In seiner Dankesrede stellte Friedhelm Loh durch einen Blick auf den Beginn der Arbeit den Einsatz von Paul Lenz vor, der als Pastor im Ruhestand durch sein nachdrückliches Engagement die Arbeit in Gotse Delchev vorantrieb. Dieter Happel stellte in den Mittelpunkt seiner Dankesworte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sowie all diejenigen, die ihn aus Deutschland unterstützen. Ohne dieses breite Engagement wäre eine solche diakonische Arbeit undenkbar. Beide Redner machten deutlich, dass es letztlich Gottes Liebe ist, die sie und alle Mitbeteiligten antreibt, Menschen zu helfen, die mit Lebensumständen fertig werden müssen, die bei uns in Deutschland nicht mehr vorstellbar sind.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt wurden Paul Lenz und Johannes Pannen mit der Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet, sowie Karl Gerhard Köser mit einer besonderen Ehrung gewürdigt.


Liquidation der Stiftung "Zeichen der Hoffnung"

Nach dem Feiern folgte die Arbeit, deshalb fand am 10. Mai eine Sitzung des Stiftungsrates von „Zeichen der Hoffnung“ mit dem folgenden Ergebnis statt: Die formale Ausgestaltung der Arbeit in Bulgarien hat einen Abschluss gefunden, der uns alle beruhigt und glücklich macht. So konnte in der Sitzung des Stiftungsrates die Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ gelöscht werden, ohne dadurch die praktische Arbeit zu beeinflussen. Im Vorjahr wurde das operative Geschäft bereits in die Stiftung „Zeichen der Liebe“ als neue Dachorganisation für die gesamte Arbeit in Gotse Delchev überführt. Diese überflüssig erscheinenden und zudem langwierigen Formalien waren notwendig geworden, da durch die Rechtsverhältnisse bei der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ Einflüsse auf die Arbeit möglich waren, die unseren Grundsätzen und unserer christlichen Motivation entgegenstanden. Dies konnte nur abgewehrt werden, indem wir diese Stiftung durch entsprechende Mehrheitsentscheidungen beendeten, um sie in einem anderen juristischen Rahmen bei „Zeichen der Liebe“ einzugliedern. Nach merhjährigen akribischen Bemühungen und mit starker Unterstützung wohlwollender rechtlicher Beratung in Bulgarien hat dieser letzte Schritt zum Erfolg geführt. Dafür sind wir sehr dankbar.

Sitzung des Vorstandes „Zeichen der Liebe“ und Entwicklung im Tagesförderzentrum für behinderte Menschen

Nach der Liquidierung der Stiftung „Zeichen der Hoffnung“ und der Eingliederung dieser Arbeit in „Zeichen der Liebe“ konnte der Vorstand 4 deutsche und 3 bulgarische Mitglieder, mit neuen bzw. zusätzlichen Aufgaben an die Arbeit gehen. Eine Tagesordnung mit insgesamt 10 Punkten und vielen Unterpunkten war zu bearbeiten, sodass der Tag gut gefüllt und arbeitsintensiv war.

Wir sind über die Arbeit im Zentrum „Zeichen der Liebe“, die mit großem Einsatz und gutem Teamgeist geleistet wird, immer wieder dankbar und freuen uns über jeden Besuch, den wir in Gotse Delchev machen können. So waren wir sehr erfreut, die ersten Tomaten und Gurken in den Foliengewächshäusern wachsen zu sehen, die im Rahmen der therapeutischen Arbeit mit erwachsenen Behinderten gepflanzt und gepflegt werden.

Die Gewächshäuser waren unter Mithilfe der ersten von insgesamt 3 vorgesehenen Baufreizeiten des Bundesjugendprojektes in diesem Jahr für die Bepflanzung vorbereitet worden. Durch die Freude und die tiefen Eindrücke ließen sich die Jugendlichen aus Deutschland, die auf der ersten Baufreizeit dabei waren, auch bei teilweise schlechtem Wetter nicht von der Arbeit abhalten. Wir hoffen, dass diese Motivation für die noch ausstehenden Freizeiten ansteckend wirkt und danken allen Mitwirkenden.


Baufreizeiten im Rahmen des Bundesjugendprojektes

Im Rahmen des Bundsjugend-Projektes fanden in diesem Jahr drei Baufreizeiten mit Jugendlichen der Freien evangelischen Gemeinden Kaiserslautern, Breidenstein, Bad Endbach und Günterod bei "Zeichen der Liebe" statt.  [ ... weiter ]



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